Was ist Heu? Eine Einführung in das Thema
Heu ist eines der ältesten und wichtigsten Futtermittel für Pflanzenfresser, das aus getrockneten Gräsern und Kräutern besteht. Bereits vor Jahrhunderten lernten Landwirte, dass das Trocknen und Lagern von frischem Wiesengras nicht nur die Winterversorgung sichert, sondern auch eine verlässliche Grundlage für die Ernährung zahlreicher Nutz- und Haustiere schafft. Heute ist Heu aus der Tierhaltung nicht mehr wegzudenken. Es liefert nicht nur Energie und Ballaststoffe, sondern spielt auch in ökologischen Kreisläufen eine bedeutende Rolle.
Herstellung von Heu: Vom Mähen bis zur Lagerung
Der Prozess der Heuherstellung beginnt mit dem Mähen der Wiese, meist während der sogenannten Blütephase, wenn der Nährstoffgehalt der Pflanzen am höchsten ist. Nach dem Mähen wird das Gras auf der Wiese gleichmäßig zum Trocknen ausgebreitet. Das regelmäßige Wenden während der Trocknungsphase ist entscheidend, damit die Halme gleichmäßig austrocknen und ihre wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Sobald ein Feuchtigkeitsgehalt von etwa 15 Prozent erreicht ist, wird das Heu zusammengetragen und entweder zu Ballen gepresst oder grob aufgeschichtet. Die abschließende Lagerung erfolgt an einem trockenen, gut belüfteten Ort, um Schimmel und Nährstoffverluste zu vermeiden.
Die verschiedenen Heusorten und ihre Eigenschaften
Je nach Zusammensetzung der Wiese und dem Zeitpunkt der Mahd unterscheidet man zwischen verschiedenen Heusorten. Wiesenheu enthält unterschiedliche Gräser, Kräuter und teilweise Leguminosen wie Klee, wodurch es besonders artenreich und nahrhaft ist. Bergwiesenheu besticht durch eine noch höhere Kräutervielfalt und einen intensiven Duft, was es vor allem bei Pferdehaltern beliebt macht. Reines Gras- oder Kleeheu enthält weniger Kräuter, punktet jedoch mit einem hohen Rohproteingehalt. Jede Heusorte weist unterschiedliche Strukturen, Geschmäcker und Nährstoffprofile auf – abhängig von Bodenbeschaffenheit, Vegetation und Erntezeitpunkt.
Heu als Futterquelle: Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Heu, beispielsweise von Mein-Streu, liefert den Tieren wertvolle Rohfaser, die für eine gesunde Verdauung unerlässlich ist. Die Faserstruktur sorgt für die nötige Kaubewegung und eine langsame Aufnahme der Nährstoffe. Darüber hinaus enthält hochwertiges Heu je nach Sorte ein breites Spektrum an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Der Energiegehalt schwankt je nach Schnittzeitpunkt und Pflanzenbestand, im Allgemeinen ist Heu aber ein kalorienarmes, ballaststoffreiches Grundfutter. Es trägt zur Zahngesundheit, zum allgemeinen Wohlbefinden und zur Vorbeugung von Verdauungsproblemen wie Koliken oder Fehlgärungen bei.
Bedeutung von Heu für verschiedene Tierarten
Vor allem bei Pflanzenfressern wie Pferden, Kaninchen, Meerschweinchen, Schafen und Ziegen bildet Heu die Basis der täglichen Ernährung. Pferde benötigen beispielsweise eine große Menge rohfaserreicher Nahrung, um ihre Darmflora gesund zu erhalten. Kaninchen und Meerschweinchen sind auf hochwertiges Heu angewiesen, da sie kontinuierlich fressen und ihre Zähne durch das Kauen abnutzen müssen. Auch bei Kühen und Rindern kommt Heu als Grundfuttermittel zum Einsatz, wobei dort häufig noch Silage ergänzt wird. Wildtiere profitieren ebenso von Futterheu, wenn die natürlichen Ressourcen knapp sind.
Qualitätsmerkmale von gutem Heu erkennen
Gutes Heu ist an seinem frischen, aromatischen Duft, seiner grünen bis grün-gelben Farbe und einer eher groben Struktur erkennbar. Es darf weder muffig riechen noch sichtbare Schimmelspuren oder Staub enthalten. Die Pflanzenbestandteile sollten erkennbar und abwechslungsreich sein; viele Kräuter weisen auf eine artenreiche Herkunft hin. Knirscht das Heu zwischen den Fingern, ist es ausreichend trocken. Ein wichtiger Qualitätsindikator ist außerdem ein möglichst niedriger Anteil an Unkraut, Stängelteilen und Fremdstoffen.
Tipps zur richtigen Lagerung von Heu
Damit Heu lange frisch und nährstoffreich bleibt, ist die richtige Lagerung ausschlaggebend. Das Futter sollte an einem gut belüfteten, trockenen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Platz aufbewahrt werden. Feuchtigkeit führt schnell zu Schimmelbildung, daher sind regelmäßige Kontrollen ratsam. Die Ballen sollten nicht direkt auf dem Boden liegen, sondern idealerweise auf Paletten oder Holzrosten, um die Luftzirkulation zu gewährleisten. Eine Überlagerung von mehreren Jahren sollte vermieden werden, da das Heu sonst an Qualität und Nährstoffen verliert.
Nachhaltigkeit und Umweltschutz im Zusammenhang mit Heuproduktion
Die traditionelle Heugewinnung fördert eine hohe Artenvielfalt auf den Wiesen und bietet Lebensräume für zahlreiche Insekten und Kleintiere. Eine naturnahe Bewirtschaftung ohne chemische Düngemittel und Pestizide trägt zur Erhaltung gesunder Ökosysteme bei. Gleichzeitig wird durch den bewussten Verzicht auf übermäßige Mahd und die Nutzung extensiver Flächen eine nachhaltige Futtermittelproduktion begünstigt. Moderne Methoden der Heuproduktion setzen zudem auf energiesparende Trocknung und reduzieren so den ökologischen Fußabdruck.
Fazit
Heu ist weit mehr als nur ein einfaches Futtermittel. Es verbindet altes Wissen mit moderner Tierhaltung und trägt maßgeblich zur Tiergesundheit sowie zum ökologischen Gleichgewicht bei. Die richtige Herstellung, Lagerung und ein verantwortungsvoller Umgang machen Heu zu einem unverzichtbaren Bestandteil nachhaltiger Landwirtschaft und artgerechter Tierernährung. Wer auf Qualität und umweltbewusste Produktion achtet, leistet nicht nur seinen Tieren, sondern auch der Umwelt einen wertvollen Dienst.
Häufig gestellte Fragen
Warum kein Stroh im Hühnerstall?
Stroh ist für den Hühnerstall nur bedingt geeignet, da es Feuchtigkeit schlecht aufnimmt und so Schimmel, Bakterien und Milben begünstigt. Zudem verfilzt es schnell, ist schwer zu reinigen und kann durch Staub die Atemwege der Tiere reizen. Bessere Alternativen sind Hanf- oder Leinenstroh, Strohpellets oder Hobelspäne – sie sind saugfähiger, staubarm und sorgen für ein sauberes, hygienisches Stallklima.
Wie viel kostet 10kg Heu?
Der Preis für 10 kg Heu liegt je nach Qualität und Herkunft meist zwischen 10 und 15 Euro. Im Durchschnitt kostet Heu etwa 1,20 Euro pro Kilogramm, wobei hochwertige Sorten wie Bio- oder Allergikerheu etwas teurer sein können. Regionale Unterschiede und die Art der Verpackung – lose, gepresst oder in Kleinballen – beeinflussen den Preis zusätzlich.
Soll man Stroh in ein Igelhaus legen?
Ja, Stroh eignet sich gut für ein Igelhaus, da es warm hält und isoliert. Wichtig ist, dass es trocken, sauber und locker eingelegt wird, damit der Igel sich sein Nest selbst bauen kann. Ideal ist eine Kombination aus Stroh und etwas Laub. Auf feuchtes Material, Zeitungspapier oder Katzenstreu sollte verzichtet werden, da sie Schimmel oder Schadstoffe enthalten können.




