Die verschiedenen Arten von Rollatoren im Überblick
Der Markt für Rollatoren ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. So gibt es heute zahlreiche Modelle, die sich in Funktion, Material und Einsatzgebiet unterscheiden. Standardrollatoren sind besonders stabil und eignen sich sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich. Sie sind meist etwas schwerer, bieten aber eine hohe Belastbarkeit und eine komfortable Sitzfläche. Leichtgewichtsrollatoren hingegen sind aus Aluminium oder Carbon gefertigt. Sie sind deutlich leichter, was den Transport und das Handling erleichtert – vor allem, wenn der Rollator regelmäßig ins Auto geladen oder über Stufen getragen werden muss.
Für Menschen, die viel unterwegs sind, bieten sich faltbare Rollatoren an. Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen zusammenklappen und platzsparend verstauen. Outdoor-Rollatoren sind speziell für unebenes Gelände oder Spaziergänge im Park konzipiert. Sie verfügen über größere, profilierte Räder und eine verbesserte Federung. Indoor-Rollatoren sind besonders schmal gebaut und eignen sich hervorragend für Wohnungen mit engen Fluren oder kleinen Räumen. Darüber hinaus gibt es Spezialmodelle, etwa Rollatoren mit Unterarmauflagen für Menschen mit geringer Handkraft oder XXL-Rollatoren für Personen mit höherem Körpergewicht.
Wichtige Kriterien beim Kauf eines Rollators
Bevor Sie einen Rollator kaufen, sollten Sie Ihre individuellen Bedürfnisse genau analysieren. Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie den Rollator hauptsächlich nutzen möchten. Wer viel draußen unterwegs ist, sollte auf große, stabile Räder und eine gute Federung achten. Für die Nutzung in der Wohnung ist ein besonders wendiger und schmaler Rollator von Vorteil, damit Sie problemlos durch Türen und Flure kommen. Auch das Eigengewicht spielt eine wichtige Rolle, vor allem, wenn Sie den Rollator häufig heben oder transportieren müssen.
Die Belastbarkeit des Modells sollte zu Ihrem Körpergewicht passen. Achten Sie zudem darauf, dass sich der Rollator leicht zusammenklappen lässt, falls Sie ihn im Auto transportieren möchten. Die Bedienbarkeit der Bremsen und die Qualität der Sitzfläche sind weitere wichtige Aspekte, die Sie vor dem Kauf prüfen sollten.
Material und Verarbeitung: Worauf Sie achten sollten
Das Material eines Rollators ist entscheidend für seine Stabilität, sein Gewicht und seine Langlebigkeit. Aluminium ist besonders leicht und dennoch robust, weshalb viele moderne Rollatoren aus diesem Werkstoff gefertigt werden. Noch leichter, aber meist auch teurer, sind Modelle aus Carbon. Stahlrollatoren sind sehr stabil, aber auch deutlich schwerer und daher eher für den stationären Einsatz geeignet. Achten Sie darauf, dass alle Verbindungen sauber verarbeitet sind und keine scharfen Kanten oder Ecken vorliegen. Die Griffe sollten ergonomisch geformt und rutschfest sein, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Auch die Räder sollten aus hochwertigem Material bestehen, damit der Rollator ruhig und sicher läuft.
Die richtige Größe und Sitzhöhe wählen
Die Größe des Rollators muss zu Ihrer Körpergröße passen, damit Sie beim Gehen eine aufrechte und gesunde Haltung einnehmen können. Die Griffe sollten sich individuell einstellen lassen, sodass Ihre Arme beim Schieben leicht angewinkelt sind. Eine falsche Griffhöhe kann zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen. Die Sitzhöhe ist vor allem dann wichtig, wenn Sie den Rollator regelmäßig als Sitzgelegenheit nutzen möchten. Sie sollte so gewählt werden, dass Sie bequem und sicher aufstehen und sich hinsetzen können. Viele Hersteller bieten Modelle mit verstellbarer Sitzhöhe an, sodass Sie den Rollator optimal an Ihre Bedürfnisse anpassen können.
Sicherheitsmerkmale und Zubehör für mehr Komfort
Sicherheit steht beim Rollator kaufen an erster Stelle. Die Bremsen müssen zuverlässig funktionieren und sich leicht bedienen lassen. Reflektoren oder eine Beleuchtung sorgen für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr, insbesondere in der dunklen Jahreszeit. Ein Kippschutz kann das Umkippen beim Überwinden von Bordsteinen verhindern. Die Feststellbremse ist besonders wichtig, wenn Sie sich auf den Rollator, beispielsweise aus dem RehaShop, setzen oder aufstehen möchten. Für zusätzlichen Komfort gibt es zahlreiches Zubehör, etwa Einkaufstaschen, Stockhalter, Tabletts oder Rückenstützen. Überlegen Sie vor dem Kauf, welches Zubehör Ihren Alltag erleichtern könnte und wählen Sie ein Modell, das sich entsprechend ausstatten lässt.
Rollator kaufen: Online oder im Fachgeschäft?
Ob Sie Ihren Rollator online oder im Fachgeschäft kaufen, hängt von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Im Fachgeschäft profitieren Sie von einer individuellen Beratung und können verschiedene Modelle direkt ausprobieren. Das geschulte Personal unterstützt Sie bei der Einstellung und gibt wertvolle Tipps zur Nutzung. Der Onlinekauf bietet hingegen eine größere Auswahl und oft attraktive Preise. Sie können bequem von zu Hause aus vergleichen und sich anhand von Kundenbewertungen orientieren. Achten Sie beim Onlinekauf auf einen seriösen Anbieter, transparente Rückgabebedingungen und einen guten Kundenservice. Es empfiehlt sich, vor dem Onlinekauf einen Rollator im Fachgeschäft zu testen, um sicherzugehen, dass das Modell zu Ihnen passt.
Tipps zur Pflege und Wartung Ihres Rollators
Ein Rollator ist ein Gebrauchsgegenstand, der regelmäßiger Pflege bedarf, um seine Funktionstüchtigkeit zu erhalten. Reinigen Sie den Rahmen und die Räder regelmäßig von Schmutz und Staub. Prüfen Sie die Bremsen auf ihre Funktionstüchtigkeit und stellen Sie sie bei Bedarf nach. Kontrollieren Sie die Reifen auf Verschleiß und tauschen Sie sie rechtzeitig aus. Auch die Griffe sollten regelmäßig auf Abnutzung überprüft werden. Ziehen Sie alle Schrauben und Muttern regelmäßig nach, um lockere Teile zu vermeiden. Viele Hersteller bieten Ersatzteile und Wartungsservices an, die Sie bei Bedarf in Anspruch nehmen können.
Häufige Fehler beim Kauf vermeiden
Ein häufiger Fehler beim Rollator kaufen ist die Auswahl eines Modells, das nicht zur eigenen Körpergröße oder zum geplanten Einsatzbereich passt. Auch das Gewicht des Rollators wird oft unterschätzt, was den Transport erschweren kann. Viele Käufer verzichten auf eine Sitzprobe und testen die Bremsen nicht ausreichend. Lassen Sie sich im Zweifel von Fachpersonal beraten und nehmen Sie sich Zeit für den Vergleich verschiedener Modelle. Achten Sie auf Prüfsiegel und entscheiden Sie sich für einen Markenrollator, der den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.
Fazit
Wer einen Rollator kaufen möchte, sollte sich ausführlich mit den verschiedenen Modellen und Ausstattungsmerkmalen auseinandersetzen. Die richtige Wahl sorgt für mehr Mobilität, Komfort und Sicherheit im Alltag. Nehmen Sie sich Zeit für die Auswahl, achten Sie auf Qualität und individuelle Anpassungsmöglichkeiten und lassen Sie sich bei Bedarf beraten. Mit einem hochwertigen Rollator und regelmäßiger Pflege bleibt Ihre Selbstständigkeit lange erhalten.
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Was kostet ein Rollator im Sanitätshaus?
Ein Rollator kostet im Sanitätshaus je nach Modell und Ausstattung unterschiedlich. Einfache Standardmodelle sind in der Regel bereits ab etwa 70 bis 120 Euro erhältlich, während leichtere und komfortablere Rollatoren meist zwischen 150 und 300 Euro liegen. Hochwertige Premium-Modelle können auch teurer sein. Liegt ein ärztliches Rezept vor, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen häufig den Großteil der Kosten, sodass meist nur eine geringe Zuzahlung anfällt. Ohne Rezept muss der Rollator vollständig selbst bezahlt werden.
Wann ist ein Rollator nicht sinnvoll?
Ein Rollator ist nicht sinnvoll, wenn die betroffene Person ihn aufgrund von fehlender Kraft, Gleichgewicht oder eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten nicht sicher bedienen kann. Auch in sehr engen Wohnräumen, bei vielen Treppen oder unebenem Untergrund kann die Nutzung unpraktisch oder gefährlich sein. In solchen Fällen sind andere Gehhilfen oder alternative Mobilitätshilfen besser geeignet.
Ist man mit Rollator gehbehindert?
Ja, in der Regel gilt eine Person, die dauerhaft auf einen Rollator angewiesen ist, als gehbehindert. Der Rollator wird meist dann genutzt, wenn das Gehen ohne Unterstützung nur eingeschränkt, unsicher oder schmerzhaft möglich ist. Ob dies jedoch auch rechtlich als Gehbehinderung anerkannt wird, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Schwerbehindertenausweis oder einem bestimmten Merkzeichen, hängt von der individuellen gesundheitlichen Situation und der offiziellen Feststellung durch das zuständige Amt ab.




